Auswege aus der Retail-Apokalypse

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Die „Zu-Vermieten-Schilder“ reihen sich aneinander – immer mehr Gewerbeflächen stehen leer. Natürlich gibt es auch noch geöffnete Läden, Schilder haben die aber auch. Die Warenauslagen sind gepflastert mit Sales- und Rabattschildern. Die Händler versuchen, im wahrsten Sinne des Wortes, um jeden Preis ihre überschüssige Ware an den Mann oder die Frau zu bringen.

Nicht nur die Einzelhändler klagen über die augenscheinlich übermächtige Konkurrenz der großen Online-Händler, auch die Landbevölkerung bedauert den zunehmenden Leerstand und kritisiert die sinkende Attraktivität ihrer Stadtzentren.

Es trifft aber nicht nur die Kleinen, auch größere Ketten haben das Zeitliche gesegnet oder mussten Federn lassen, darunter Gerry Weber, K&L, AWG, Beate Uhse, SinnLeffers und einige mehr.

Ladensterben ist kein rein deutsches Phänomen

Doch die gestiegene Mortalitätsrate unter den Einzelhändlern macht auch anderen Ländern zu schaffen. Beispiel USA: Hier haben seit Anfang 2019 ganze 8558 Läden ihre Pforten geschlossen, 2018 waren es noch über das ganze Jahr verteilt „nur“ 5.844. In Großbritannien das gleiche Bild, seit Anfang des Jahres schlossen 633 Geschäfte, dagegen stehen lediglich 431 Neueröffnungen.

Der Schuldige ist schnell gefunden – der „Amazon Effekt“. Die Kundenerwartungen sind angestiegen, alles muss sofort überall verfügbar sein, möglichst preiswert versteht sich. Den attraktivsten Preis finden die Kunden in kürzester Zeit. Denn die breit aufgestellten E-Commerce-Plattformen haben nicht nur häufig die gleichen oder ähnliche Produkte im Sortiment, sondern auch Preis-Vergleichsportale auf den Plan gerufen.

Und auch die analoge Handelswelt will Amazon für sich erschließen. Ab und an gehen die Kunden nämlich doch gern in Läden und lassen sich vor Ort beraten, wenn die Customer-Experience stimmt. Deshalb eröffnet Amazon jetzt auch richtige Läden, die von außen so modern wirken, wie die Hochglanz Apple- und Tesla-Stores.

Einzelhändler müssen von den Großen lernen

Die gute Nachricht ist, die Retail-Apokalypse ist nicht unabwendbar und auch nicht mit der Invasion deutscher Wälder durch den gemeinen Borkenkäfer zu vergleichen. Die aktuelle Situation ähnelt eher dem darwinistischen Szenario „survival of the fittest“. Diejenigen Händler, die sich am besten anpassen, überleben und können wachsen.

Die Lösung lautet: die intelligente Nutzung von Daten! Die Händler müssen ihre Kunden verstehen, Bedürfnisse antizipieren und die Kundenerwartungen erfüllen oder im besten Fall sogar übertreffen. Das gelingt mit Daten. In den vergangenen zwei Jahren wurden 90 Prozent der weltweit im Umlauf befindlichen Daten produziert, ein Mangel besteht also keineswegs. Das größte Problem besteht darin, sie sich nutzbar zu machen. Datensätze müssen ausgewertet werden, um sie einsetzen zu können. Diese validen Daten nennen sich Smart Data. Sie sind die Nahrung von Künstlicher Intelligenz (KI), die auf Grundlage dieser Daten Prozesse steuert und Entscheidungen trifft. Erkennt die KI im Rahmen dieser Tätigkeit neue Zusammenhänge und passt die Prozesse daran an, spricht man vom Machine-Learning (ML) – ein Teilbereich der KI.

Zalando und Co. sind echte Kundenversteher

Der vor allem für seine auffällige Schuhwerbung bekannte Mode-Anbieter Zalando bespielt in Europa 17 Märkte mit rund 400.000 Produkte und 27 Millionen Kunden. Gleichzeitig schafft Zalando es, jeden Kunden und seine Wünsche zu kennen, wenn nicht sogar vorherzusehen. Eine künstliche Intelligenz lernt jeden Kunden anhand seiner Wunschliste und der angeschauten Artikel kennen. Auf dieser Datengrundlage generiert die KI auf den Kunden zugeschnittene Outfitvorschläge. Die Kunden schreien vor Glück und greifen auch tiefer in den Geldbeutel. Laut Zalando führen die Produktempfehlungen des Systems zu 40 Prozent größeren „Warenkörben“.

Machine-Learning ist inzwischen unverzichtbar

Manche Unternehmen werten aber nicht nur die von Kunden unbewusst hinterlassenen Daten aus, sondern fragen potentielle Käufer direkt nach ihren Wünschen und Vorlieben. So macht es beispielsweise der Outdoor-Ausstatter North Face mit dem von IBM entwickelten Chatbot „Watson“. Die KI arbeitet in einem Chatfenster ein Q&A mit dem Kunden ab, um zu verstehen, welche Produkte für ihn interessant sein könnten und personalisierte Vorschläge zu liefern.

Künstliche Intelligenz funktioniert aber auch in der analogen Welt. Das macht der amerikanische Riese Walmart vor. KI-Kameras überwachen die Auslagen und registrieren, wann besonders beliebte Produkte nachgefüllt und weniger beliebte ausgewechselt werden müssen.

So gelingt der Weg zu KI-gesteuerten Systemen

Ein lernendes KI-System zu entwickeln und in die eigenen Unternehmensprozesse zu integrieren kostet Zeit und Geld. Vielen Unternehmen fehlt auch das technische Know-how. Das ist aber kein Grund zur Verzweiflung, denn aifora bietet seinen Kunden den direkten Zugang zu seiner cloudbasierten KI. Damit kann aifora optimierte Preis- und Bestands-Lösungen anbieten. Lösungen die überzeugen, denn aifora wurde für den Paris Retail Award in der Kategorie „Data Optimisation“ nominiert.

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